Der Chor der Perser
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Der Chor der Perser

Sie haben auf die Homepage der Perser gefunden, der mehr als 300 Menschen aus Braunschweig und Umland, die bis zum Schluss dabeigeblieben sind.

Die nun in einer Vielzahl von Bühnen, Vereinen und Initiativen weitermachen. Die beim Staatstheater zu finden sind, beim Niederdeutschen Theater, dem Bürgersprechchor und bei vielen weiteren Einrichtungen.

 Zum Festival "Theaterformen" im Juni 2008 inszenierte die junge Regisseurin Claudia Bosse "Die Perser" von Aischylos. Ins Zentrum ihrer Arbeit stellte sie den Chor, den sie aus 500 Bürgerinnen und Bürgern Braunschweigs und Umgebung bildete.

 Am Anfang des Jahres wurde die Bevölkerung aufgerufen: "Sei Perser! Demokratie erproben im Chor der 500!" Und mehr als 500 Menschen im Alter von zwölf bis 79 Jahren aus 19 Nationen folgten dem Aufruf. Ab März probten sie zunächst zweimal wöchentlich ihren Chortext. Im Mai stieg die Frequenz auf bis zu vier Proben in der Woche. Und das, obwohl in der Inszenierung keine Schwerter aufeinander schlagen und kein einziger Tropfen Blut verspritzt wird.

Die Chormitglieder erarbeiteten sich den Text in der sperrigen Interlinearübersetzung von Peter Witzmann. Sie lernten Atmen, Sprechen, Schreien, Schreiten und vieles mehr. Sie bestaunen den dramatischen Kunstgriff des Aischylos, bereits 472 v. Chr. ein Stück über den Krieg geschrieben zu haben, das gänzlich auf Hurra-Patriotismus und Gewaltverherrlichung verzichtet. Stattdessen erzählt Aischylos die Geschichte vom krieg aus der Sicht der besiegten Perser.  Und es gelingt ihm, seine Athener, nur acht Jahre nach dem verlustreichen Schlachten, für den bedrohlichen Feind einzunehmen.